Abfälle

Die Entsorgung von Abfällen ist keine Nebensache. Darin enthalten sind Rohstoffe, die wiederverwendet oder zur Energieversorgung eingesetzt werden können oder als Gefahrstoff Mensch und Umwelt heute und in Zukunft bedrohen können. Ein zeitgemäßer Umgang mit Abfall muss diese Faktoren im Sinne des Ressourcen- und Umweltschutzes beachten.

In Deutschland regelt das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) die Behandlung von Abfällen. Demnach hat die Vermeidung von Abfällen die oberste Priorität. Ist dies nicht möglich, dann müssen die Abfälle stofflich recycelt oder energetisch verwertet werden. Die restlichen Stoffe, die nicht verwertet werden können, können umweltschonend beseitigt werden. Dieser differenzierte Umgang mit Abfällen erfordert innovative Verwertungs-/Beseitigungskonzepte, entsprechende Technologien und den verantwortungsbewussten Umgang mit Deponiekapazitäten.

Gefahr- und Störstoffe erkennen

Sämtliche Stoffe, die aus Gründen von Alter, Abnutzung, Umbau, Sanierung oder als Produktionsrückstände nicht mehr gebraucht werden, sind Abfälle. Nicht alle diese Stoffe können einfach entsorgt werden, weil sie entweder wieder- bzw. weiterverwertet werden können oder eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen. Der Gesetzgeber verlangt eine Trennung nach Abfalltypen, die es ermöglicht, gefährliche Stoffe besonders zu behandeln bzw. aus dem Verkehr zuziehen.

Der Erzeuger von Abfällen steht in der Verantwortung für die richtige Entsorgung, wobei ein nicht fachgerechter Umgang mit Abfällen zu hohen Kosten führen kann.

Abfälle untersuchen und deklarieren

Der differenzierte Umgang mit Abfällen entsprechend dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) erfordert eine chemisch/physikalische Charakterisierung der Stoffe. Im Zusammenspiel von Abfallerzeuger, Entsorger und Analyselabor wird eine Deklarationsanalyse erstellt. Diese spiegelt die Zusammensetzung sowie die Art und Konzentration gefährlicher Stoffe wieder. So kann der richtige und der zulässige Entsorgungsweg bestimmt werden.

Umwelt- und Gesundheitsrisiken vermeiden

Das zentrale Anliegen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) ist die Abfallvermeidung. Denn Abfall, der gar nicht erst entsteht, muss auch nicht kostenintensiv und aufwändig entsorgt werden. Zudem werden wertvolle Rohstoffe und Energie gespart. Unter Abfallvermeidung werden alle Vorkehrungen und Maßnahmen verstanden, die dazu beitragen die Abfallmenge schon bei der Herstellung und Verwendung von Produkten zu reduzieren. Dies geschieht durch die Auswahl und den Einsatz von Stoffen nach Kriterien der Schadstofffreiheit, der Länge der Nutzungsdauer und der Recyclingfähigkeit auf hohem Qualitätsniveau.

Haben Sie noch Fragen? Wir informieren Sie gerne unverbindlich. Telefon: 0561 - 92039530

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04.12.2017 | 18:00-20:00 Uhr
Baubiologische Sprechstunde in Witzenhausen, Kirchgasse 16

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